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Bio: „...stehen hervorragend da!“

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WOLLBRANDSHAUSEN/KREBECK (kk). Die gestrige Einweihung der gemeinschaftlichen Biogas-Anlage der Dörfer Wollbrandshausen und Krebeck hat Thomas Oppermann (SPD) mit erneuter Kritik an der Energiepolitik der Bundesregierung verbunden:

„Nur vier Atomkonzerne liefern 80 Prozent des deutschen Stroms. Diese vier Konzerne verdienen Milliarden damit.“

Die Bedeutung erneuerbarer Energien für die Region schätzt der Bundestagsabgeordnete hoch ein: „Mit fünf Bio-Dörfern im Landkreis Göttingen stehen wir hervorragend da“, freute sich Thomas Oppermann. Mit der Umsetzung dieses Projekts kommt Oppermann seinem ehrgeizigen Ziel näher, die Stromversorgung in Niedersachsen bis 2050 zu 100 Prozent auf erneuerbare Energien umzustellen:

„Die Bewohner dieser beiden Dörfer haben in ihre Zukunft und in die Zukunft ihrer Kinder investiert.“ Seit dem Beschluss zum Atomausstieg 1999 habe die Öko-Wirtschaft 340.000 neue Arbeitsplätze geschaffen und sei damit der am schnellsten wachsende Arbeitssektor.

Auch die niedersächsische Landwirtschaftsministerin Astrid Grotelüschen unterstrich den wirtschaftlichen Aspekt solcher Anlagen: „Dörfer und Bioenergie gehören zusammen. Der vor Ort produzierte Strom bringt nicht nur energetischen Nutzen für die Dörfer, sondern auch Arbeitsplätze im ländlichen Raum, da wo wir sie brauchen.“

Die gestrige Einweihung ist der Höhepunkt des vor vier Jahren begonnenen Projekts. „Wir haben Grund zum Feiern“, freute sich der Vorstandvositzender der BioEnergie, Karl Heine. Die Saztzungsziele seien erreicht mit Erfolg. 3,5 Millionen Kilo-Watt habe die Anlage seit Betriebnahme im August bereits erzeugt. 150 Haushalte sowie alle öffentlichen Gebäude seien bereits angeschlossen, jede Woche kämen neue hinzu. Heine: „ Das ist eine Erfolgsstory.“