Tag der offenen Tür - Bioenergie rückt in den Blickpunkt der Besucher

Das Interesse war groß: Hunderte Besucher kamen am Sonntag, 1. August, zum Tag der offenen Tür auf das Gelände der Biogasanlage am Krebecker Kreuz. Die Bioenergie Wollbrandshausen-Krebeck hatte dazu ein familienfreundliches Programm organisiert.

Begrüßen die Besucher: Josef Sorhage (l.) und Karl Heine. eigenes Bild

Aus Silage wird Bioenergie: Vorstandsvorsitzender Karl Heine (Mitte) erklärt Besuchern die einzelnen Produktionsschritte. Pförtner

 

Das Wärmekonzept der Anlage basiert auf der Nutzung von Wärme, die im Rahmen der Stromproduktion mittels Blockheizkraftwerken entsteht. Diese werden mit Biogas betrieben und sind in den beiden Ortschaften in den jeweiligen Heizzentralen positioniert. Das Blockheizkraftwerk am Standort der Biogasanlage sorgt für die Prozesswärme, erfuhren die Besucher von Karl Heine, Vorstandsvorsitzender der Genossenschaft.

Die Anlage besteht aus zwei Gärstrecken mit je einem Haupt- und einem Nachgärungsfermenter, drei Gärrestelagern, einer Güllevorgrube, einem Behälter für Sickersaft und Schmutzwasser, vier Fahrsilos mit rund 8000 Quadratmetern Silofläche und dem Betriebsgebäude inklusive des Blockheizkraftwerkes. Die Biogasanlage leitet das produzierte Biogas zu den beiden Heizzentralen. Für das Projekt wurden in beiden Orten insgesamt zehn Kilometer Wärmetrasse verlegt, 260 Objekte sind angeschlossen, erklärte Heine. Die Leistung der Biogasanlage werde herausgefahren aus Maissilage und Ganzpflanzensilage. Auf 8000 Quadratmetern sei ein Lager von 25 000 Tonnen errichtet worden, was dem Jahresbedarf entspreche. Derzeit werden in die grünen Fermenter mittels der davor stehenden Container jeden Tag 60 Tonnen Material „hineingefüttert“, erläuterte Heine. Die fünf Blockheizkraftwerke benötigen pro Stunde rund 600 Kubikmeter Biogas, der Methangehalt beträgt circa 56 Prozent.

 

„Wenn man gemeinschaftlich etwas in die Hand nimmt, kann man große Dinge erreichen“, hatte Aufsichtsratsvorsitzender Josef Sorhage zum Auftakt betont. Kurz und kompakt ließ er die Entstehungsgeschichte des Projektes Revue passieren.

Nach den Begrüßungsreden konnten sich die Gäste des Tages der offenen Tür bei Führungen ausführlich über die Biogasanlage und die Heizzentralen informieren, zu denen sie per Feuerwehrauto oder Kremser transportiert wurden. Die Lauseberger Big-Band sorgte für musikalische Unterhaltung, außerdem gab es spezielle Spielangebote für Kinder. Offiziell eingeweiht wird die Anlage am Sonnabend, 30. Oktober.

Von Axel Artmann

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