Silo zwischen Krebeck und Wollbrandshausen im Bau

220 Haushalte wollen in Krebeck und Wollbrandshausen ans Biogas-Wärmenetz. Nachdem inzwischen ein Großteil der Wärmeleitungen in beiden Orten verlegt ist, ist das Interesse an dieser Form der Energieversorgung gestiegen.

VON HEINZ HOBRECHT

Krebeck/Wollbrandshausen.
Wie Karl Heine vom Vorstand der Bioenergie-Genossenschaft Krebeck/Wollbrandshausen erläutert, ist das Wunschziel von ursprünglich rund 200 Wärmekunden bereits überschritten. Gerade in den vergangenen Wochen seien noch weitere Nachfragen laut geworden, berichtet der Krebecker. „Die Einwohner sehen, dass unser Vorhaben nicht nur theoretischer Natur ist, sondern jetzt auch umgesetzt wird.

80 Hausanschlüsse sind inzwischen hergestellt worden. 50 Prozent der Haupttrassen liegen in beiden Höherbergorten in der Erde. Sie gehen von jeweils separaten  Blockheizkraftwerken aus. In Krebeck wird die Heizanlage in der Nähe des Bürgerhauses installiert, in Wollbrandshausen auf einem Gelände schräg gegenüber dem Friedhof. Am 31. Juli ist mit dem Bau des Silos und der eigentlichen Biogasanlage am Standort unweit der Bundesstraße 27 zwischen Krebeck und Wollbrandshausen begonnen worden. Bei der Errichtung des Vorratsraums sowie bei der Verlegung des Wärmenetzes sind eine Reihe von Eichsfelder Betrieben  beteiligt. Dank der hervorragenden Arbeit der Mitarbeiter sei das Vorhaben sehr gut vorangekommen, zieht Heine Zwischenbilanz. In 14 Tagen werde mit Fertigstellung des Silos gerechnet.

Start im November

Auf dem 30000 Quadratmeter großen Areal an der Bundesstraßen- Abfahrt nach Krebeck entsteht eine Anlage mit 1,2 Megawatt Leistung, zwei Hauptfermentern (sechs Meter Höhe, 25 Meter Durchmesser) samt Gasspeichern, zwei weiteren Fermentern für die Nachgärung und einem Endlager für die Gärreste, die dann wieder als hochwertiger Dünger auf die Felder aufgebracht werden. Rund zwei Dutzend Landwirte aus mehreren Orten steuern Maisund Grünpflanzen für die Biogasanlage bei. Im November soll die Anlage angefahren werden.