Nach Jühnde und Krebeck/ Wollbrandshausen setzt auch Barlissen auf Energie aus der Region. Noch in diesem Jahr soll die Wärme- und Stromproduktion aufgenommen werden.

Bagger in Barlissen: neues Bioenergiedorf vor dem Start.

© Hinzmann
 

Wie das größere Jühnde wird jetzt auch der kleine Nachbar Barlissen Bioenergiedorf. Die Arbeiten für den Bau einer Biogas- und einer Holzhackheizanlage haben begonnen. Bereits im November soll der erste Strom produziert werden.

Die Genossenschaft rechnet mit mindestens 22 Cent Stromeinspeisevergütung je Kilowatt. Vier Bauern aus dem Ort und zwei aus Nachbardörfern liefern Mais, Getreide und Gülle – 40 Prozent des Verbrauchs – zum Füttern der Biogasanlage. 90 Hektar, rund zehn Prozent der landwirtschaftlichen Fläche der Gemarkung, reichen dafür aus. Mit den Landwirten seien langfristige Sieben-Jahres-Verträge zu einem fairen, guten Durchschnittspreis geschlossen worden, sagt Heiko Lohrengel, Vorstandsmitglied der Barlisser Bioenergiedorf-Genossenschaft.

62 Prozent Anschlussrate

Rund 2,1 Millionen Euro sollen investiert werden, einschließlich eines 2,5 Kilometer langen Nahwärmenetzes. Mit 2500 Euro Genossenschaftsanteil und 2500 Euro Anschlusskosten sind die Barlisser dabei. Wärme wird je Tarif für 6,3 und 7,5 Cent netto je Kilowattstunde geliefert.

62 Prozent aller Haushalte machen bislang mit. „Wir wollen noch weitere überzeugen“, ist Lohrengel optimistisch.

Der Start für das neue Bioenergiedorf wird heute ab 15 Uhr auf dem Gelände der Biogasanlage gefeiert. Die ersten symbolischen Spatenstiche setzen 20 kleine Kinder aus Barlissen.

Von Gerald Kräft

13.08.2009 20:36 Uhr
http://www.goettinger-tageblatt.de/Nachrichten/Goettingen/Uebersicht/Erster-Spatenstich-fuer-neues-Bioenergiedorf