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Von Dienstag Morgen, den 14. Juni bis Mittwoch Mittag, den 15. Juni 2011 wurden rund um unsere Biogasanlage ca. 2.400 t GPS Roggen und Triticale geerntet. Die sogenannte "kleine Ernte" wurde für unsere Biogasanlage einsiliert.

Dienstag mittag war ich auf dem Weg nach Duderstadt und fuhr in Richtung B27. Auf Höhe der Biogasanlage schob sich ein leeres Erntegespann vor mich und mein Auto. Klick machte es in meinem Kopf: Die kleine Ernte hatte begonnen!


 


Erntegespanne fahren wieder für die kleine Ernte rund um die Biogasanlage

Erst nach Sonnenuntergang war ich zurück und mein erster Weg führte mich - richtig - auf die Biogasanlage. Dort war Betrieb. Schon von weitem erblickte man die Scheinwerfer der schweren Fahrzeuge, die die Ernte im Fahrsilo verteilten und verdichteten.


Mit glühenden Augen fahren die Mitarbeiter der Biogasanlage mit schweren Maschinen wieder nächtens auf dem Silageberg herum.


Erntegespanne kommen und gehen und im Büro bei der Waage werden Liefermengen aus Gesamtgewicht minus Leergewicht des jeweiligen Gespanns berechnet und der Computer angewiesen, die Daten mit den Schlag-Nummern und Lieferantendaten zu verknüpfen.

Außerdem werden Proben der Ernte für die laboranalyse genommen.


Die Ernte wird beim Silo abgeladen, bevor es zurück zur Waage und wieder aufs Feld geht.


Silomanagement vom Vielfraß aus gesehen.

Nach einem Tag und einer langen Nacht beginnt der 2. Erntetag und immer noch "brummt" es auf der Biogasanlage der Bioenergie Wollbrandshausen-Krebeck e.G.


Auch nach einer schlaflosen Nacht bzw. 30 Stunden später ....


... haben Vorstand Karl Heine und seine EDV noch alle Daten fest im Griff.


Auch der Mähdrescher und ...


... das Silomanagement haben "durchgemacht".

Um die Mittagszeit war es dann endlich soweit: Die Ernte war vollständig eingebracht und das Silo mit der Ganzpflanzensilage (GPS) konnte abgeplant werden. Das verlangte allen noch einmal alles ab, denn es war windig. Einerseits war das gut, da die Folien und Planen sich von selbst entfalten, sofern der Wind in die richtige Richtung bläst. Andererseits erforderte es teilweise viel kraft, die Planen zu halten.


Ungebremste "Männer-Power" beim Abplanen der GPS-Silage.


Die Plane muss umgedreht werden, denn die weiße Seite soll nach oben.... 

... hoppla, wo sind denn alle geblieben (?) ...


... ah, gut! Alle Helfer sind noch da, oder (?) doch (!!) - und die Plane ist auch wieder unter Kontrolle!

Hierzu einmal ein von mir vermutlich ungewohnt ernst gemeinter Hinweis: 
Auch, wenn das Abplanen der Silage bei Wind teilweise recht lustig anmutete und bei den Arbeiten auch gelacht wurde - der Aufenthalt auf einem Betriebsgelände (zumal bei Ernte-Arbeiten) ist für Mitarbeiter, rasende Reporterinnen und Besucher nie ganz frei von Gefahren. Als gelernter Industriemineraloge weiß ich das. Dass alle trotz der anstrengenden Arbeit über einen und einen halben Tag umsichtig agiert und auch auf die anderen neben ihnen geachtet haben, war die beste Versicherung vor Unfällen.


So wird die Ernte Segment für Segment gut abgedeckt und eingepackt.


Karl Heine furchtlos Auge in Auge mit den Urgewalten der Natur 
in Form einer windgeblähten, sich entfaltenden Plane.


Zwischendurch liefert ein Landwirt seine Gülle bei der Güllevorgrube ab, dann ist es endlich so weit:


Die grünen Deckplanen werden ausgerollt. 
Die GPS-Ernte dieses Jahres ist sozusagen "in trockenen Tüchern"! 
Jetzt gibts bald die wohlverdiente Pause.

Wer weitere Bilder von der GPS-Ernte sehen möchte und stolzer Besitzer eines Passwortes ist, kann mal unter Landwirttschaft/Rubrik Ente-Infos nachsehen.

Es grüßt Euch Eure rasende Reporterin

awiso
21.06.2011

Mein Tomatenexperiment 2011

Die Tomatenpflanzen wachsen immer noch, aber sie blühen bereits.

Die letzten Wochen meines Tomatenexperimentes sind mit sorgsamem Gießen und Anbinden sowie gewissenhaftem Ausgeizen der kleinen Blattachseltriebe auf beiden Seiten vergangen. Auch die fehlenden Stangen habe ich inzwischen nachgerüstet.

Samstag, der 4. Juni 2011


Anfang Juni waren die ersten geöffneten gelben Blüten zu sehen. 
In jedem Topf stecken jetzt 6 Stangen zum Fixieren der Pflanzen.
Dazwischen steht der Pflücksalat, von dem wir dieses Jahr schon mindestens 
5 Familienportionen gepflückt haben - und er wächst immer wieder voll hoch 
(hat dieses Jahr auch Gärreste abbekommen - habt Ihr Euch schon gedacht? - hm ...).

Dienstag, der 14. Juni 2011

Meine Tomatenpflanzen danken mir diese Fürsorge mit kräftigem Wuchs - auch von ganz unten! Die regelmäßige Kontrolle der Hauptstengel bringt doch immer wieder zu Tage, dass sich Blattachseltriebe klammheimlich von ganz unten nach oben schummeln wollen. Heute habe ich auch wieder vier entdeckt und gnadenlos abgezwickt (zwei auf jeder Seite). Früher habe ich sie ja schon mal gewähren lassen, aber wenn ich einen einigermaßen realistischen Vergleich haben will, muss es in meinen Tomatentöpfen gerecht zugehen. Also: Wehe den Blattachseltrieben, die ich erwische - ab und weg damit!!


Mitte Juni ist die Blüte der Kirschtomaten in vollem Gange, ebenso, wie das weitere Wachstum. 
Ach ja, für diejenigen, die Folge 1 noch nicht gelesen haben: 
Links sind die Kirschtomaten mit Pferdeäpfeln und rechts mit Gärresten gedüngt. 
Der gärrestegedüngte Pflücksalat in der Mitte ernährt uns immer noch mit üppigen grünen Blättern.

Wie man sehen kann, hat sich der anfangs deutlich geringere Wachstumsfortschritt der Tomaten mit Pferdeäpfeln als Kraftnahrumg dem anfangs rasanten Wachstum der mit Gärresten gedüngten Tomaten etwas mehr angeglichen. Der Größenunterschied ist geringer geworden, aber noch erkennbar.

In beiden Töpfen haben Kirschtomaten mit kleinen gelben Blüten besetzte Blütentriebe angesetzt. Beim Pferdeäpfeltopf habe ich 14 und beim Gärrestetopf 15 gezählt.


Aus der Nähe kann man die Blüten besser erkennen. 
Die Pflanzen im Gärrestetopf auf der rechten Seite haben noch immer ein wenig "die Nase forne".

Gestern hat mir ein Freund erzählt, dass es bei Jugend Forscht oder so schon einen Versuch gegeben habe soll, bei dem Tomaten in 2 schalldichten Räumen gezogen wurden. In einem der beiden schallisolierten Zimmer wurde den Pflanzen ein paar Mal am Tag klassische Musik vorgespielt. Das Wachstum dieser Pflanzen soll deutlich stärker gewesen sein.

Nun, die Musikbeschallung ist bei meinen Tomaten auf beiden Seiten gleich. Vogelgezwitscher, Hühnergegacker, Hummelgebrumm, laute Jugendlichenmusik, Tellergeklapper und Erwachsenengeplapper, abends leise Fernseh- bzw. Schnarchgeräusche, vielleicht das leise Trippeln einer Maus und ab und zu der Rasenmäher.

Auch mein Mann bleibt bei seinem abendlichen Rundgang durch den Garten vor dem Tomatenzelt stehen und zollt dem Wachstum der Pflanzen auf beiden Seiten gleichermaßen Beachtung - oder hat er etwa schon Tomatenhunger und überlegt, wo er wohl zuerst welche pflücken kann? Na ja, da muss er sich noch gedulden.

Ach ja, in Zeiten von Ehec möchte ich darauf hinweisen, dass das Biogas-Gärsubstrat zwischen dem Hauptfermenter und dem Nachgärer unserer Anlage durch den sog. "Güllekocher" (geschützter Produktname der Firma Agrikomp) gepumpt und dort auf über70 °C erhitzt wird. Dies dient neben einem verbessertem Aufschluss der Rohstoffe der Hygienisierung des Substrates von schädlichen Keimen.

Wie die Früchte wohl werden? ich habe ja genug begeisterte Tomatenesser in meinem Haushalt. Vielleicht werde ich es machen, wie bei "Galileo" im Fernsehen und allen Probierhäppchen vorsetzen, ohne dass sie wissen, aus welchem Topf sie stammen? Mal sehen.

Bis dahin erst mal Geduld und auf jeden Fall schöne Sommertage wünscht Euch Eure
rasende Reporterin.

awiso 14.06.2011

 

Die CDU-Landratskandidatin, Frau Dinah Stollwerck-Bauer sowie die CDU-Kandidatin für das Amt des Bürgermeisters der Samtgemeinde Gieboldehausen, Frau Marlies Dornieden, besichtigten unsere Biogasanlage.

Josef Rudolph, Vorsitzender des CDU-Ortsverbandes Krebeck/Renshausen, hatte die beiden Politikerinnen sowie interessierte Parteifreunde und Bürger am Dienstag, den 17. Mai 2011 zur Besichtigung unserer Biogasanlage eingeladen.

So trafen wir uns auf der Biogasanlage, wo die Besuchergruppe (darunter auch die Bürgermeister beider Bioenergiedörfer) die Gäste aus der Politik in ihre Mitte nahm und stetig bis auf 14 Personen anwuchs. Auch Paul Otto sen., stets interessierter Krebecker Ehrenbürgermeister, war mit von der Partie.

Dann ging es los. Bei der Begehung der Biogasanlage erläuterte Karl Heine, Vorstandsvorsitzender der Bioenergie Wollbrandshausen-Krebeck e.G. (BiWoK e.G.), Funktionsweise, Größenordnungen und Zukunftspotentiale unserer Anlage.



Marlies Dornieden, Dinah Stollwerck-Bauer, Paul Otto sen. und Karl Heine (von links).

Wichtig waren dabei Karl Heine und Josef Sorhage, Aufsichtsratsvorsitzender der BiWoK e.G. und Bürgermeister von Krebeck, neben vielen anderen Aspekten auch der Hinweis auf das gewählte Genossenschaftsmodell der Betreibergesellschaft. Denn die Anlage ist eine sog. „Bürger-Biogasanlage“ und wird von den Bürgern der Orte Wollbrandshausen und Krebeck gemeinschaftlich getragen. Entsprechend groß ist die Identifikation der Wollbrandshäuser und Krebecker Menschen mit „ihrer“ Anlage.


Josef Sorhage wies besonders auf die enorme Leistung der Bürgergemeinschaft bei diesem Projekt hin.

So mancher hat schon gestaunt, was zwei kleine Dörfer, wie Krebeck und Wollbrandshausen, durch Bündelung ihrer Stärken und Potentiale so alles stemmen können. Traditionell waren und sind jedoch Einsatzwille, Durchhaltevermögen, Zusammenhalt und Gemeinschaftssinn der Bürger der beiden zusammenarbeitenden Bioenergiedörfer des Landkreises Göttingen stark. Nur auf dieser Basis kann man so viel erreichen!

Auch die Politikerinnen stellten viele Fragen zum Thema Bioenergie und Landwirtschaft. So war z.B. auch die häufig diskutierte „Vermaisung“ der Landschaft ein Thema. Hierzu stellte Karl Heine klar, dass die Mais-Anbauflächen für die Biogasanlage lediglich ca. 7 % ausmachen.


Karl Heine erläuterte bioenergetische Zusammenhänge der thermophil gefahrenen Anlage.

Ratsherr Manfred Bleckert aus Renshausen wies im weiteren Zusammenhang mit der Kontroverse zwischen dem Getreide- und Maisanbau sowohl als Energierohstoff als auch als Nahrungsmittel für Mensch und Tier darauf hin, dass die Landwirte in früheren Jahren ja 20 % (später 15 % und schließlich 10 %) ihrer Agrarflächen stillegen mussten. Diese verordnete Brache wurde sogar subventioniert. Heute wird ein Teil dieser Flächen für den Anbau von Energiepflanzen genutzt. Der Anbau nachwachsender Rohstoffe nimmt also den Nahrungs- bzw. Futtermitteln Getreide und Mais keine Fläche weg.

Wikipedia sagt dazu:
"Die Flächenstilllegung ist ein agrarpolitisches Instrument, um die Menge landwirtschaftlicher Produkte auf dem Markt zu steuern. Sie wurde in der Europäischen Union (EU) Ende der 1980er Jahre im Rahmen der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) eingeführt, um die damalige landwirtschaftliche Überproduktion zu begrenzen. In der Folge einer verstärkten Nachfrage nach Agrarprodukten wurde die Flächenstillegung in der EU im Jahr 2009 abgeschafft."
Quelle, abgerufen am 20.05.2011: http://de.wikipedia.org/wiki/Flächenstilllegung


Unterwegs auf dem Gelände unserer Biogasanlage


Besichtigung der Steuerzentrale zwischen den Fermentern

Zwischen den Haupt- und Nachgärungsfermentern wollten dann alle Teilnehmer die Gasproduktion life miterleben und die „Gärsuppe“ mal so richtig „blubbern“ sehen. Karl Heine leuchtete und keiner ließ sich diese Gelegenheit entgehen.


Die Politikerinnen aus Samtgemeinde und Landkreis beim Blick in den Fermenter


Wie alle anderen, schauten auch Ehrenbürgermeister Paul Otto sen. und 
Georg Freiberg, Bürgermeister von Wollbrandshausen, 
den Bakterien gerne mal bei der Arbeit zu ...


… und freuen sich über den Erfolg ihrer Bürgeranlage.


Die weitere Besichtigungstour führte an den Gasaufbereitungs- und Übergabestationen
(Weiterleitung des Biogases über Mikrogasleitungen zu den externen Heizzentralen) und ...


... an den „Güllekochern“ (Erhitzung des Substrates aus dem Hauptfermenter auf 80°C 
zur Hygienisierung sowie zur Aufschließung z.B. von Samen und Weiterleitung an den Nachgärer) vorbei.

Zum Ende der sehr interessanten Besichtigung wurden Gruppenaufnahmen mit den Politikerinnen erbeten. 
Unserer Biokuh hat es anscheinend gefallen, denn sie war ganz brav und sehr fotogen. Vielleicht hat sie gedacht, sie sei bei einem Casting (womit sie vielleicht nicht einmal so unrecht hätte).


Vorstandsvorsitzender Karl Heine (vorne links) und CDU-Ortsverbandsvorsitzender Josef Rudolph (vorne rechts) 
mit Frauen- und Männerpower aus der regionalen Politik vor den Fermentern.
Ja klar, Bürger-Bioenergiedörfer haben mit ihren Bürgermeistern und Räten 
stets auch sehr motivierte und motivierende Kommunalpolitiker, wie man am Ergebnis sieht.


Ein weiteres Bild wurde erbeten mit Vorstand Karl Heine, 
der als gelernter Bankmensch die gesamte Logistik der Anlage und ihre Zahlen gut im Blick hat.

Vielleicht sehen wir ja Frau Dornieden und Frau Stollwerk-Bauer als einsatzfreudige und bürgernahe Samtgemeindebürgermeisterin bzw. Landrätin wieder? Die Zukunft, sprich die kommende Wahl wird es erweisen.

Am Schluss fuhren wir alle mit vielfältigen Eindrücken wieder nach Hause - und für die, die nicht dabei sein konnten, habe ich (wie stets) ein paar Fotos gemacht.

Es grüßt Euch Eure rasende Reporterin

awiso 19.05.2011

 

Mein Tomatenexperiment 2011

Hallo, hier bin ich wieder – Eure rasende Reporterin. Heute will ich Euch von meinen leckeren Kirschtomaten erzählen, die ich jedes Jahr in meinem Tomatenzelt heranwachsen lasse. Normalerweise tragen sie bis in den späten Herbst hinein Früchte und meine 4 Männer naschen gerne davon!

Bereits vor den Osterferien hatte ich aus einem Samentütchen – wie jedes Jahr - mit Hilfe von Torfquelltöpfchen kleine Tomatenpflänzchen herangezogen und pikiert. Dann haben wir unseren Opa in Süddeutschland besucht, wiel Spaß und – speziell meine Person – viel Zeit für kreative Ideen gehabt: "Was wäre denn z.B., wenn man mal einen Tomatentopf mit Gärresten anstelle mit Pferdeäpfeln als Dünger ansetzen würde? Hm ..."

Gedacht, getan: 
Kaum wieder aus dem Urlaub zurück, habe ich mir von der Biogasanlage ein Eimerchen "duftfreie", feste Gärreste geholt und von der Reithalle eins mit „duftenden“ Pferdeäpfeln. Ein Tomatenpflanzenvergleich sollte es werden, so die Idee.

Ostersamstag, der 23. April 2011

Am Ostersamstag wurden gleich die zarten Pflänzchen von Pflegemutter Kerstin abgeholt, wo sie während unserer einwöchigen Abwesenheit liebevoll umsorgt worden waren. Dann stürzte ich mich in den Gartenschuppen und wühlte wild polternd darin herum, bis ich zwei identische Töpfe gefunden hatte. Anschließend kämpfte ich mit den Alu-Stangen und der Folie von meinem Tomatenzelt. Aber schließlich stand es endlich. So, nun konnte es losgehen:

Beide Töpfe wurden mit einem Gemisch aus gleichen Teilen gekaufter Erde, Maulwurfshügelerde aus unserem Garten und Dünger etwa zu zwei Dritteln gefüllt. Beim linken Topf bestand der Dünger aus Pferdeäpfeln, beim rechten aus Gärresten. So weit so gut.

Da ich – wie man auf dem Foto ja sieht - mengenmäßig mehr Gärreste zur Verfügung hatte als Pferdeäpfel, bekamen der Pflücksalat (Senfsaat) und meine Bodendecker neben unserem Sommersitz unter der Kastanie auch noch etwas ab. In den einen Tomatentopf kam genauso viel Gärrest als Kraftnahrung hinein, wie Pferdeäpfel in den anderen. Dann wurden die Tomatenpflänzchen mit zusätzlicher Gartenerde aus dem Sack in die Töpfe eingepflanzt. Klar habe ich darauf geachtet, die Pflänzchen gerecht und unparteiisch zu verteilen.


Das Tomatenexperiment wird vorbereitet mit gleichen Anteilen Düngerkraftnahrung
- links mit Pferdeäpfeln und rechts mit Gärresten.

Dieser Versuch erhebt wirklich nicht den Anspruch einer wissenschaftlichen Versuchsreihe, aber ich bin halt neugierig und spontan – mal sehen, was meine Kirschtomaten dazu sagen...

So sah das Ergebnis dann am Abend des Ostersamstags aus. 
Links Tomatensetzlinge mit Pferdeäpfeldüngung, rechts mit Gärresten als Dünger. 
Dazwischen steht der Pflücksalat.

 

Freitag, der 29. April 2011

Heute habe ich endlich meinen wasserfesten, grünen Dickmalstift gefunden und die Töpfe im Tomatenzelt beschriftet. Hm, sollten die Pflänzchen im Topf mit den Gärresten wirklich etwas kräftiger sein? Na, auf jeden Fall habe ich gleich ein Foto gemacht. Da könnt Ihr Euch selbst ein Urteil bilden.


Experiment am Freitag nach Ostern, abends.


Die Pflänzchen im Topf rechts (Gärreste) scheinen ein bisschen kräftiger zu sein. 
Naaa? Abwarten und nächste oder übernächste Woche noch mal gucken.

 

Mittwoch, den 11. Mai 2011

Inzwischen habe ich schon alle meine Stangen zum Anbinden der Tomaten ins Zelt gesteckt. Leider habe ich bloss 7 Stück. Deshalb will ich demnächst noch 1 neu dazukaufen, denn es sollen ja auf beiden Seiten gleich viele Stangen zum Befestigen zur Verfügung stehen.

Im Moment sind die Tomatenpflanzen in der mit Gärrest gedüngten Erde (rechts) eindeutig auf dem Vormarsch. 
Auch der Pflücksalat in der Mitte (hat auch Gärreste abbekommen) entwickelt sich üppig.

Übrigens: Feste Gärreste von unserer Biogasanlage kann man auch als Kompostverbesserer nutzen! Probiert es mal aus und streut ab und zu ein paar Handvoll zwischen Eure Haus- und Gartenabfälle im Komposter.

In einigen Wochen geht es weiter mit meiner Tomatengeschichte!

Es grüßt Euch Eure rasende Reporterin, die ja nicht neugierig ist - aber doch alles wissen will!

awiso zuletzt 12.05.2011

Start der sog. "kleinen Ernte": Grünroggen für die Biogasanlage

"Ich bin auf der Anlage! Wir haben heute mit der Ernte angefangen!" brüllte Karl Heine am Dienstag vormittag in sein Handy, als ich ihn anrief. Im Hintergrund hörte man einen Kanon mehrstimmigen Motorengebrumms. Schon war meine Neugier geweckt.

 


Schnell Kamera, Haus- und Autoschlüssel eingesteckt - und nix wie hin zur Biogasanlage der Bioenergie Wollbrandshausen-Krebeck e.G. - "to use Biogasanlage", wie ein platt sprechendes Genossenschaftsmitglied sagen würde.

 

Vorher hat mein Auto mit mir noch rasch einen Abstecher nach Wollbrandshausen gemacht, wo einige Grünroggenfelder zu finden waren. Südöstlich von Wollbrandshausen wurden wir fündig und gerieten dabei in eine fast paradiesische Idylle:

Klar, ein Grünroggenfeld ist nett, wenn es ordentlich abgemäht ist, aber nicht besonders paradiesisch. Aber direkt nebenan bearbeitete ein Landwirt seinen Acker für die Einsaat und hinter seinem Trecker marschierten 10 (!) Störche hin und wieder her, ließen sich vom Lärm nicht stören und pickten, was es da zu picken gab. 2 Reiher und etliche kleinere Vögel waren auch da und über der ganzen Gesellschaft schwebten 2 Raubvögel.

Ganz langsam angeschlichen und auf den Auslöser gedrückt.

Auf dem weiteren Weg durch die Feldflur hatte ich dann noch einen wirklich netten Schwatz mit einem ebenso netten einheimischen Landwirt, so etwas macht einen fröhlich für den ganzen Tag.

Hinter dem Wollbrandshäuser Friedhof, schräg gegenüber der Heizzentrale entdeckte ich dann den Häcksler, der die abgemähten Grünroggenhalme aufnahm, zerkleinerte und in den Erntewagen des parallel fahrenden Treckergespanns abblies.


Grünroggenernte bei Wollbrandshausen


Erntehäcksler und Treckergespann sind aufeinander eingespielt

Das hatte schon mal prima geklappt. Nun konnte ich zur Biogasanlage fahren - wie die Erntewagen auf dem kurzen Weg über die B27.
Auf dem Gelände der Anlage war reger Betrieb. Erntewagen fuhren über die Waage ein und aus. Auf dem freien Platz im großen Fahrsilo wurde der Grünroggen abgeladen. Der große Frontlader verteilte die Ladung. Eine weitere schwere Maschine verdichtete die Silage.


Die Grünroggenernt wird abgeliefert ...

Das leere Erntewagen-Trecker-Gespann fährt zurück zum Feld.

Klar, wenn man stolz ist auf sein Gemeinschafts-Projekt, fährt man nach der Arbeit erst mal dort hin zum Gucken, ganz besonders an so einem Tag. Und so konnte man den Vorsitzenden von Vorstand (Karl Heine) gemeinsam mit dem vom Aufsichtsrat (Josef Sorhage) am Nachmittag die Ernte beobachten und fachsimpeln sehen. Und die beiden waren nicht die Einzigen. Unsere Genossenschaft kann sich sehen lassen ...


Wo was los ist, ist auch Krebecks Bürgermeister Josef Sorhage zu finden.

Bis spät in der Nacht waren die Maschinen aktiv. Noch als ich um 22 Uhr vom Qigong nach Hause fuhr und von der B27 nach Krebeck abbog, sah ich im Dunkeln ihre Scheinwerferaugen über den größer werdenden Silageberg wandern.

Das war doch wieder ein interessanter Tag - dem sicher noch weitere folgen werden. Wer seit der letzten Mitgliederversammlung ein Passwort fürs Intranet sein Eigen nennt, kann sich noch weitere Fotos von der "kleinen Ernte" unter Landwirtschaft/Ernte-Infos anschauen.

Also bis bald mal wieder!

Es grüßt Euch Eure rasende Reporterin

awiso 4.05.11