Anlage4.jpg

Ernte-Nachlese 2011 (Anfang der 2. Erntewoche bis Ernteabschluss)

Am Montag, den 26.09.2011 war die Ernte immer noch in vollem Gange – und das Wetter war immer noch wunderschön! Richtiges Erntewetter!!


Noch steht er, der Mais bei der Krebecker Heizzentrale - aber seine Tage sind gezählt, 
denn die Stoppelfelder im Umfeld nehmen stetig zu.

Und der Fotograf war da. Tom Bärwald, der bereits 2010 so schöne Aufnahmen von unserer Biogasanlage gemacht hatte (die wir für unsere homepage verwenden dürfen – danke!), war wieder auf der Anlage in Aktion und wuselte zwischen Fermentern und Silos umher. Georg Freiberg, stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender und Bürgermeister von Wollbrandshausen, bewies beim Fototermin wichtige Charakterqualitäten als langjähriger Ortsvorsteher: Stehvermögen, Ausdauer und Geduld.

  
Professioneller Fototermin mit Tom Bärwald

Zeitgleich fand ein Interview des Redakteurs mit den Vorsitzenden des Aufsichtsrats und den Vorständen der BiWoK e.G. statt. Fotos und Interview sollen sich in einer Broschüre wiederfinden.


Aufsichtsrat und Vorstand stehen Rede und Antwort für eine Broschüre ??

Übrigens: Seine Mittagspause verbrachte Fotograf Bärwald womit? Mit seinem Fotoapparat. Im Vorbeifahren entdeckte ich ihn mit der Kamera mitten im jungen Rübenfeld neben der Biogasanlage sitzend, wo er einer hingebungsvoll die schönsten Seiten einer zarten Rübenpflanze ablichtete. Wahrlich, ein Fotograf mit Leib und Seele. Sehr, sehr schade, dass ich nicht anhalten konnte.

Am Dienstag, den 27.09.2011 wurde das Maisfeld neben unserer Biogasanlage abgeerntet.


Maisernte unmittelbar neben der Biogasanlage.


Teamwork mit perfekter Abstimmung zwischen Erntegespannen und Maishäcksler

Der Berg aus Häckselmais im großen Silo wächst nun deutlich! Alles, was die Anlage an Maschinen hergibt, verteilt und verdichtet Silage in Silo 4.

 
Schwere Maschinen verdichten der Maissilage im großen Silo 4

Erntegespanne kommen und gehen und liefern frisch zerkleinerten Mais mit jeder Fuhre. Manchmal stehen sie Schlange, bis sie genug Platz zum Entladen haben.


Maisanlieferung


Schlange stehen bei Silo 4

Mitte der 2. Erntewoche war der Berg im großen Silo 4 im hinteren Bereich auf dem Niveau des bereits abgeplanten Maisberges in Silo 1. Es schien, als wollten die Bulldozer direkt in den Himmel fahren.


Kaiserwetter bei der Maisernte: strahlend blauer Himmel, 
in den die Maschinen scheinbar direkt hineinfahren.

Donnerstag 29.09.und Freitag 30.09.2011: Zum Ende der Woche füllte sich Silo 4 auch in den vorderen Bereichen.

 
Der Bewegungsradius der Erntegespanne zwischen Silo 4 und dem Gärrestelager wird enger


Vom „Rübenschnellweg“ zwischen Wollbrandshausen und Krebeck sah das so aus.

Am Freitag, durften mein Jüngster mit seinem Freund aus Bodensee mit mir mitgehen. So genossen sie eine exklusive Führung über die Anlage. Bei den BHKW waren sie natürlich vorschriftsmäßig mit Ohrstöpseln ausgerüstet und auch sonst ganz vernünftig und interessiert. Unser Sohn hat auch eine Menge erklärt. Ich wusste zwar, dass er einiges über die Bioenergieanlage mitbekommt (bei den Eltern!) – aber wie viel er schon weiß – alle Achtung!


Der eine begeistert sich für Technik und der andere für Pflanzen und Natur. Biogasanlagen-Besichtigung ist da immer angesagt.

Der Maisberg in Silo 4 nimmt übers Wochenende (Samstag, den 1. und Sonntag, den 2.10.2011) respektable Höhen und Dimensionen an. Die nächsten 12 Monate Bioenergie sind wieder gesichert.


Aus Richtung des „Zubringer“ zur B27 aus gesehen sah das so aus.

Und dann ist es endlich soweit:
Irgendwann am Montag, den 3.10.11 faltet der Maishäcksler seine Häckselarme endgültig zusammen, die letzten Erntegespanne laden ihre Fracht in Silo 4 ab und nur noch die schweren Maschinen tuckern den Berg hoch und wieder runter, bis die Silage gut verdichtet ist.


Maishäcksler nach getaner Arbeit über mehr als 2 Wochen

Am Montag Abend klingt dann auf der Biogasanlage fröhliches Gelächter aus dem Dunkel der Nacht. Die Mitarbeiter der BiWoK e.G. und die Erntehelfer tun das, was sie nach den Erntewochen am allerliebsten tun – sie feiern! Auch ihr Chef ist nun ganz entspannt.


Daumen hoch, denn die Ernte war erfolgreich!

Mehr als 2 Wochen lang haben alle im Schichtdienst bis spät in der Nacht und manchmal sogar bis zum frühen Morgen gut Hand in Hand gearbeitet. Jetzt wird entspannt.


Nicht nur beim Feiern des Ernteabschlusses, sondern auch während der Erntearbeiten herrschte bei allen stets gute Laune. Eine tolle Truppe!

So, die Ernte ist nun aus und alle gehen erst mal nach Haus, ich auch! Es grüßt und winkt Euch


Eure rasende Reporterin

awiso

2.11.2011

Seit dem 19. September 2011 ist wieder Erntezeit!

Am Freitag, den 16. 09. 2011 kündeten u. A. das leere, frisch gestrichene vordere Silo, die schon mit Gewichten bestückten Fahrzeuge und die im Computerraum hinter der Waage angepinnten Erntepläne bereits von der bevorstehenden Maisernte.


Das Silo ist leer und der Fuhrpark steht bereit!

 
Die Erntepläne sind fertig und die ersten Proben genommen.

Am Montag, den 19. 09.2011 ging es dann los. Schon früh fuhren der Maishäcksler und drei Wagengespanne auf der Straße Richtung Renshausen an unserem Grundstück vorbei und mahnten mich, den Kaffee schneller zu trinken und schon mal Blickkontakt zu Schuhen und Kamera aufzunehmen.

Fündig wurde ich dann schließlich in Renshausen-Thiershausen bei Manfred Bleckert, gleich hinter den Fischteichen. Dort hatten die Fahrer schwieriges Gelände abzuernten. Dennoch konnte ich dort abseits vom Maisfeld gefahrlos meinen roten Renner abstellen, ohne im Weg zu sein (das geht ja nicht überall). Also Kamera raus und los!


Ernte auf schwierigem Gelände.


Es geht ganz schön steil bergauf ... 


.... und mit Schräglage in die Kurve.


Der volle Erntewagen startet in Richtung Biogasanlage und ....


... was ein richtiger „Böwere is“, der fährt "erst mol mit sine Trecker dranne lang!“

Auf der Biogasanlage war die Ernte in vollem Gang. Die Mitarbeiter im Komputerraum hatten alle Wiegevorgänge unter Kontrolle und die Erntegespanne luden ihre frische, grüne und duftende Mais-Fracht im Silo ab. Die Radlader machten sich gleich darüber her, verteilten und verdichteten alles gleichmäßig.


Mitarbeiter der BiWoK e.G. und ihre Helfer arbeiten im Schichtdienst von morgens bis Mitternacht, 
sind vollständig Herr bzw. Frau über die Datenverarbeitung der ... 


... eintreffenden Maislieferungen, und ...


... verteilen und verdichten den frisch gehäckselten Mais sorgfältig im Silo.

Nachts sah das Ganze noch einmal viel spektakulärer aus:


Abendidylle in Grün-Blau beim Einsilieren.


Der nette, fleißige Herr von vorhin ist inzwischen von ebensolchen Damen abgelöst worden.

Unsere Biogaskuh wunderte sich über den nächtlichen Spektakel und hätte auch gerne eine Tasse Kaffee aus dem Automaten bekommen, damit sie nichts verpasst. Milch hatte sie ja selber.

 
Muh! Was ist denn heute Nacht bloß los! Ob ich auch 'nen Kaffee kriege?

So setzte sich die große Maisernte auch am Dienstag, den 20. 09.2011 fort. 
Am Mittwoch, den 21. 09.2011 hatte die Hangneigung der Silage in Silo 1 doch schon erheblich zugenommen. Der Siloberg wurde stetig größer und höher.


Ganz schön schräg! Unimog schon mit Schräglage am Siloberg.


Wir kommen dem Himmel immer näher! 

 
Bald können wir uns (ähnlich, wie es sich die Niederländer wünschen) einen hauseigenen Berg für Wintersportarten einrichten. Und immer noch pausenlos bringen die Gespanne Mais zur Anlage.


Zur Abendbrotzeit werden Fahrer und Mitarbeiter im Bereich der Waage mit liebevoll, nach Bestellung zubereiteten Grillwurstbrötchen gestärkt. Da freut sich der Magen!


Daran erkennt man, dass die Ernte-Logistik perfekt ist: Die Ernte erfolgt fast reibungslos von morgens bis Mitternacht, die Mitarbeiter schieben viele Überstunden - und dennoch sind alle motiviert bei der Sache und die Stimmung ist rundum gut!

Da der laufende Betrieb der Biogasanlage ja weiterging, wurden die Fermenter wie sonst auch 2 x täglich gefüttert. Irgendwann war der restliche Silomais aus dem großen Silo 4 ganz hinten in Silo 2 umgelagert bzw. aufgebraucht und die riesige Silofläche war leer. Husch husch waren gleich Helfer da, die die Silowände frisch einstrichen, denn bald sollte auch hier mit der neuen Silage angefangen werden.


Futter für die Vielfraße!


Die Vielfraße nehmen keine Rücksicht auf Erntezeiten und wollen stets pünktlich 
2 x täglich genauso viel fressen, wie immer.


Das große Fahrsilo ist leer und .....

 
... wird sofort frisch gestrichen. Das auch nach Dauereinsatz stets fröhliche Datenüberwachungsteam ist heute gemischt.

Zwischen alle den nahtlos ineinander greifenden Arbeitsschritten und emsigen Tätigkeiten der Mitarbeiter der Bioenergie Wollbrandshausen-Krebeck e.G. (BiWoK e.G.) und ihrer Helfer führte Aufsichtsratsvorsitzender Josef Sorhage ab 19 Uhr Interessierte über die während der Ernte natürlich besonders umtriebige Anlage.



Josef Sorhage zeigt und erklärt die Biogasanlage.


Blicke in die Fermenter bestätigen den Besuchern, dass die Bakterien völlig unbeeindruckt von dem ganzen Erntetrubel weiterarbeiten, solange sie über die Vielfraße regelmäßig ihr Futter bekommen.

Am Abend des Donnerstag, den 22. 09.2011 hatte der Siloberg im ersten Silo mächtige Dimensionen angenommen und auch im großen Silo ganz hinten wurde mit der Silage begonnen.

 
Hoch hinaus müssen die Fahrer jetzt schon beim Verdichten der Silage im Silo 1.


Auch im großen Silo 4 beginnt jetzt der Siloaufbau. 


Und wieder wird bis spät in die Nacht hinein Mais geerntet und einsiliert.


Die Erntegespanne fahren unermüdlich zwischen Maisfeldern und Biogasanlage hin und her.

Am Freitag, den 23. 09.2011, müssen zum wiederholten Male Unmengen an Leergut abgeholt und volle Getränkekisten angeliefert werden, um alle Mitarbeiter, Helfer und Fahrer bei Laune zu halten. Die Häckselmais-Berge wachsen nun in beiden Silos.

 
Silo 1 wird immer noch befüllt, während ewig durstige Helfer Nachschub erhalten.


Blick vom großen Silo 4 auf Silo 1.


Hier wird mit angefasst, wo es nötig ist! In Silo 4 fährt heute der Chef mit! 
Nebenbei entspannt Vorstandsvorsitzender Karl Heine seinen Manager-Kopf 
aktiv durch körperliche Tätigkeit. Spaß macht es ihm obendrein, wie man sieht.

Inzwischen waren sogar 2 Maishäcksler mit ihrem jeweiligen Erntewagentross in der Region unterwegs. Den ersten fand ich bei Seeburg gegenüber der Firma „Feuerbäcker“:


Maisernte für die Biogasanlage ... 


... in der Nähe von Seeburg.

Der zweite Maishäcksler erntete zwischen Krebeck und Ebergötzen am Koppelberg rechts und links vom „Rübenschnellweg“.


Maisernte mit rekordverdächtiger Zielsicherheit bei Ebergötzen.

Überall fand ich nette große und kleine Menschen, die der Ernte zusahen, sich über den schönen Altweibersommer freuten und über Dinge wie Trockenmasse, Maisqualität, Kolbenzahl usw. diskutierten.

Sogar der Hund am anderen Ende der Hundeleine interessierte sich für Mais und fraß einen Kolben mit Stumpf und Stiel auf, um ihn auf seine ganz persönliche Art und Weise zu vergären.



Herr und ...


... Hund bei der Maisernte


Maishäcksler bei Ebergötzen mit vollem Erntegespann.

Nicht nur Mittarbeiter, Fahrer und Helfer hatten Hunger und Durst, auch der Maishäcksler brauchte hin und wieder Sprit und wurde gleich vor Ort betankt (hier bei Ebergötzen).


Der Tankvorgang wird gleich zum "Tanktreff", denn -hast Du nicht gesehen- 
sind 2 Landwirte mit ihren Treckern auf einen Plausch (?) dazugestoßen.

Wie schnell doch eine Woche vergangen ist – schon war es Samstag, der 24. 09.2011 und der in Silo 1 eingelagerte Silomais wurde mit insgesamt ca. 9.000 t Maissilage abgeplant.


So lobt man sich die Arbeit: Zwei BiWoK e.G. Mitarbeiter genießen beim Fixieren der Planen 
eine kleine Pause und die schöne Aussicht von oben.

Plane für Plane wurde der riesige Siloberg eingepackt. Erst durchsichtig, dann weiß und am Schluss grün.


Heute reicht eine junge Dame, um die Plane unten an Ort 
und Stelle zu halten, bis die Herren mit den Sandsäcken zurück sind.


Abplanen von Silo 1


Diesmal gab es bloss ein laues Lüftchen und die Planen bauschten sich 
beim Öffnen nur kurz auf und legten sich dann brav dorthin, wo sie auch liegen sollten.

Auch etliche Kinder haben in diesen Tagen in der Regel mit ihren Eltern die Biogasanlage besucht und der Ernte zugesehen. Die beiden kleinen Mäuse auf dem folgenden Bild haben sich unter Papas wachsamen Augen dabei wirklich vorbildlich verhalten und haargenau das gemacht, was der gesagt hat. Außerdem waren sie durch leuchtende Bekleidung schon von Weitem zu erkennen. Mancher, der das für übertrieben halten mag, denke einmal über Tote Winkel, die Hektik und das Verkehrsaufkommen auf einem solchen Betriebsgelände während der Ernte nach – und erinnere sich, dass Kinder bis zu einem gewissen Alter den Verkehr oder möglicherweise gefährliche Situationen noch nicht wie Erwachsene überblicken können und - von etwas Faszinierendem vollständig abgelenkt - plötzlich loslaufen. 

Mein Mann Josef, unser Jüngster und ich, wir wissen leider, wovon ich rede.

Deshalb bei allem Verständnis (wie im letzten Jahr) meine dringende Bitte: Kinder nur in Begleitung Erwachsener! Das Betriebsgelände birgt Gefahren!

Wie dem auch sei, nachdem Silo 1 „in trockenen Tüchern“ war, habe ich mich auch einmal auf den Rücken des 9.000 t fassenden Siloberges gewagt und von dort aus das Anwachsen des 2. Berges in Silo 4 beobachtet und die schöne Aussicht bewundert.

 
Treckerfans mit Papa ganz nah am Geschehen - und - Blick von oben auf das Erntegeschehen.


Aussichten vom Mount-BiWoK, einem 9.000er, ganz ohne Sauerstoffflasche und Kletterseil.

Soviel von der ersten Erntewoche!

Zum Zeitpunkt des Abplanens von Silo 1 (9.000 t Maissilage) hatte die Menge der eingebrachten Maissilage in Silo 4 bereits merkbar zugenommen - und von insgesamt ca. 540 ha Ackerfläche waren bereits etwa 180 ha abgeerntet.

Am Sonntag, den 25. September müsste so ungefähr Halbzeit gewesen sein und am Montag oder Dienstag gucke ich wieder nach, was es Neues gibt auf der Biogasanlage der Bioenergie Wollbrandshausen-Krebeck e.G. Davon berichte ich Euch dann in der Woche nach Ernteabschluss.

Bis dahin grüßt Euch

Eure rasende Reporterin

awiso
26.09.2011

Verschönerungsarbeiten rund um die Heizzentrale Wollbrandshausen der Bioenergie Wollbrandshausen-Krebeck e.G. (BiWoK e.G.)

Bereits seit einiger Zeit ist mir ein reges Handwerker-Treiben rund um die Heizzentrale der BiWoK e.G. am Ortseingang von Wollbrandshausen aufgefallen. Etliche Fahrzeuge, Sandhaufen, viele rote Pflastersteine und wuselige Handwerker mit Maurerkellen, Wasserwagen und Gummihämmern habe ich im Vorbeifahren beobachtet. Gestern habe ich das Ergebnis begutachtet und ich finde: Die Heizzentrale hat im Frontbereich und an einer Seite nun ein schönes, rotes Außenpflaster erhalten.

Das Gelände hinter und neben dem Gebäude wurde ebenfalls ausmodelliert und eingesäht.

Hier ein paar Fotos davon:


Frisch gepflasterter Frontbereich der Heizzentrale am Ortsrand von Wollbrandshausen

 


Aus der Nähe hält der Anblick des lebendigen Pflasters, 
was der erste Eindruck aus der Ferne verspricht

 


Auch im rechten Seitenbereich kommt man jetzt sauberen und trockenen Fußes bis zur Tür. 
Der Erdboden ist angeglichen, geglättet und eingesäht worden.

 


Im rückwärtigen Bereich der Heizzentrale wurden Erdarbeiten ausgeführt. 
Auch hier sieht es jetzt ordentlich aus und das Gras beginnt auch schon zu sprießen.

awiso, 21.09.2011

"Weißt Du schon das Neueste?",

sprach mich Vorstand Karl Heine neulich so im Vorübergehen an und verkündete lächelnd: „Wir haben zwei neue Mitarbeiter auf der Biogasanlage!“ Da war meine Neugier geweckt: Auf zur Biogasanlage und nachsehen!

Als Erstes fiel mir ein scheinbar leerer Gitterkäfig auf, der vor dem Gärrestelager beim Eingang stand, hm....welchen Zweck könnte der wohl erfüllen?

Komisch, die Angestellten auf dem Gelände der Biogasanlage sahen genauso aus wie immer – kein neues Gesicht – hmm. Auf meine Nachfrage nach den neuen Mitarbeitern breitete sich auf den Gesichtern ein breites Grinsen aus und sie zeigten zu dem bewussten Gitterkäfig hin. „Was? Da drin?“ empörte ich mich innerlich. Aber beim Näherkommen – machte es plötzlich „Wuff! Wuff“ Und dann löste sich das Rätsel:


Die neuen Mitarbeiter saßen wirklich in bewusstem Gitterkäfig, der aus der Nähe doch ziemlich groß war und wedelten fröhlich mit dem Schwanz:

Die beiden belgischen Schäferhunde haben vier (schrecklich große) Pfoten und ein ausgesprochen quirliges Gemüt, d.h., sie stehen (einmal aus dem Zwinger gelassen) eigentlich fast nie still, wenn sie sollen und laufen ständig in verschiedene Richtungen und dann doch hintereinander her – wie junge Hunde das eben so machen.


Erstes öffentliches Auftreten für die homepage der BiWoK e.G.
Na, das müssen wir noch üben!


Außer den Mitarbeitern, so schien es mir, konnte keiner die beiden auseinander halten, 
bis ich das rote und das schwarze Halsband an den Hundewelpen entdecke. Sehr schlau!

Nach einer Weile wurden sie dann doch etwas ruhiger. "Das ist meine Chance", dachte ich! "Schnell auf den Auslöser drücken, bevor sie wieder aufspringen!!"


Hier gibt’s was zu schüffeln!


Haben die Menschen beim Frühstück vielleicht einen Krümel fallen gelassen? Ich habe immer Hunger.


Lefzen hochziehen und knurren klappt schon! Im Maul verbirgt sich eine beeindruckende Batterie spitzer Zähne. Wenn sie so groß sind, wie ihre Pfoten ahnen lassen, muss man sich wahrscheinlich höflich und gesittet benehmen und an die Öffnungszeiten halten, sonst könnten sie beleidigt sein!


Zum Abschluss des Foto-Shootings haben es die beiden fast kapiert 
und agieren fröhlich gemeinsam vor der Kamera.

Nun kennt Ihr sie auch, die neuen Mitarbeiter der BiWoK e.G. Sie arbeiten für Streicheleinheiten, Kost und Logis und befinden sich in der Ausbildung. Und sie sind ausgesprochen neugierig und gelehrig, das kann ich Euch versichern!

Es grüßt Euch Eure rasende Reporterin

awiso
26.08.2011

Erste Ernteerfolge!

Mitte Juli 2011

Es ist Mitte Juli und die Tomaten in meinem Garten beginnen zu erröten. Die Gärreste-Tomaten haben den leichten Wachstumsvorsprung beibehalten und kommen zuerst oben an der Decke des Tomatenzeltes an.

 
Links ist noch Luft nach oben (Pferdeäpfel-Tomaten) – rechts herrscht bald Platznot (Gärreste-Tomaten).

Auch in Sachen Reifung scheinen die mit Gärresten gedüngten Tomaten etwas flotter zu sein, denn es finden sich mehr errötende Früchte, als bei den Pflanzen im mit Pferdeäpfeln gedüngten Topf .

 
Die ersten roten Pferdeäpfel-Tomaten links und mehrere rote Gärreste-Tomaten rechts.

Eine Ernte der ersten Tomaten erbrachte links (Pferdeäpfel) 4 Stück und rechts (Gärreste) 9 Stück. Die Tomaten sahen so aus:


Die ersten Tomaten sind da (links Pferdeäpfel-, rechts Gärrestetomaten). Erster Ernteerfolg!

 

Ende Juli 2011 Anfang August 2011

Da die Pferdeäpfel-Tomaten noch nicht so weit waren, dass man einen vernünftigen Vergleich (Menge/Geschmack/Aussehen) machen konnte, musste ich zwischendurch schon mal eine kleine Hand voll (4 Stück) überreifer Gärrestetomaten ernten (bevor sie herunter fallen). Dann habe ich mein Tomatenzelt wieder in Ruhe gelassen – bis Anfang August. Dann waren genug rote Tomaten auf beiden Seiten vorhanden. Jetzt wird erst mal geerntet und geschaut.


Tomatenzelt vor der ersten Vergleichsernte (links Pferdeäpfel-Tomaten, rechts Gärreste-Tomaten)

 
Die Rispen im Vordergrund im Vergleich (Pferdeäpfel-Tomaten links und Gärreste-Tomaten rechts)


Tomatenzelt nach der ersten Vergleichsernte

 
Die Vergleichsernte in Schüsseln ergab 48 Pferdeäpfel -Tomaten in grüner und 
66 Gärreste -Tomaten in der gelben Schüssel

Wie man sieht, sind die Gärrestetomaten nicht nur eher reif geworden, der Tomatenertrag bei den G-Tomatenpflanzen (rechts, gelbe Schüssel) ist außerdem bei der ersten Vergleichsernte deutlich höher, als bei den Pferdeäpfel-Tomatenpflanzen (links, grüne Schüssel). Ich habe  bei den Pferdeäpfeln 48 Tomaten (davon 21 % geplatzte) und bei den Gärresten 66 Tomaten (davon 26 % geplatzte) geerntet.

 
Tomaten sortiert: oben geplatzte, in der Mitte haben sie noch gelbe Stellen und unten 
sind sie zweifelsohne rot (links Pferdeäpfel -Tomaten, rechts Gärreste -Tomaten.

Nun, dies kann sich ja immer noch ausgleichen. Möglicherweise tragen ja die Pferdeäpfel-Tomatenpflanzen länger Früchte, da sie später in die Gänge gekommen sind – die Zeit wird es erweisen.

Was mich aber auch interessierte, war der Geschmack der Tomaten. Also suchte ich mir in meinem Umfeld nette Tomatentester. Zunächst innerhalb meiner Familie (klar, ich habe auch mal probiert, aber nicht gewertet), später auch bei meinen Nachbarn.

 
Mein Jüngster probiert als Erster (links). Einige weitere ganz auf ihren Geschmackssinn konzentrierte Tomatentester durfte ich bei der Verkostung ablichten (siehe Folgebilder - in Krebeck kennt sie jeder). 
Insgesamt waren es 11 Tester.

Die Versuchspersonen wussten natürlich beim Geschmackstest nicht, welche Tomaten wie gedüngt bzw. in welcher Schüssel waren (das wusste nur ich) und konnten frei wählen, aus welcher der beiden Schüsseln sie zuerst probieren wollten. Aufgabe war, festzustellen, ob überhaupt ein Unterschied im Geschmack vorliegt und wenn ja, welche Tomate dem Tester persönlich besser schmeckt.

 
Hier hat fast die ganze um den Küchentisch versammelte Familie getestet.

Oft passierte beim Verkosten folgendes: Erste Tomate im Mund: „Oh, die ist gut!“ – nächste Tomate: „Oh, die ist noch besser!“ oder Erste Tomate im Mund: „Hm, ... lecker!“ – nächste Tomate: „ .... die erste ist besser!“ usw. Alle Tester haben ihre Aufgabe sehr ernst genommen (wie man sieht) und sich darüber hinaus über meine Gratis-Tomaten gefreut.

 
Hmm - ja ..... hmm - hmm ... "Die schmeckt mir besser". Noch mehr Tomatentester.

Die erste Vergleichsernte ergab dann bei 11 Testern mit 2 : 9 eine auch für mich überraschend klare persönliche Vorliebe für die Gärrestetomaten, wobei eine Testerin ihre Wahl ausführlicher, in etwa so begründet hat: „Diese sind etwas süßer, aber die anderen schmecken mir besser - tomatiger.“


2:9 für die mit Gärresten gedüngten Tomaten (rechts). 
Im Bild jeweils oben restliche ganze bzw. rote Tomaten, in der Mitte geplatzte Tomaten 
und unten das Ergebnis des Geschmackstestes 
(Sorry, die "2" auf dem Boden der linken Schüssel ist etwas krakelig geraten).

Soweit so gut! Ich erwarte die Ergebnisse der nächsten Ernten mit Spannung! Ihr auch? Mit dem 4. und letzten Teil dieser Serie wird es dann ein Fazit geben.

Die übrig gebliebenen Tomaten der ersten Vergleichsernte haben wir dann am Sonntag, den 7. August in einem Tomatensalat verarbeitet und auch etwas Zucchini von unserem Laubkomposter dazu geschnippelt. Womit mal wieder bewiesen wäre: „Am Schluss landen alle Tomaten im Salat!“ - Hat gut geschmeckt!


Alles Tomatensalat!

Es grüßt Euch Eure
rasende Reporterin

awiso

17. August 2011-08-07