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Von Dienstag Morgen, den 14. Juni bis Mittwoch Mittag, den 15. Juni 2011 wurden rund um unsere Biogasanlage ca. 2.400 t GPS Roggen und Triticale geerntet. Die sogenannte "kleine Ernte" wurde für unsere Biogasanlage einsiliert.

Dienstag mittag war ich auf dem Weg nach Duderstadt und fuhr in Richtung B27. Auf Höhe der Biogasanlage schob sich ein leeres Erntegespann vor mich und mein Auto. Klick machte es in meinem Kopf: Die kleine Ernte hatte begonnen!


 


Erntegespanne fahren wieder für die kleine Ernte rund um die Biogasanlage

Erst nach Sonnenuntergang war ich zurück und mein erster Weg führte mich - richtig - auf die Biogasanlage. Dort war Betrieb. Schon von weitem erblickte man die Scheinwerfer der schweren Fahrzeuge, die die Ernte im Fahrsilo verteilten und verdichteten.


Mit glühenden Augen fahren die Mitarbeiter der Biogasanlage mit schweren Maschinen wieder nächtens auf dem Silageberg herum.


Erntegespanne kommen und gehen und im Büro bei der Waage werden Liefermengen aus Gesamtgewicht minus Leergewicht des jeweiligen Gespanns berechnet und der Computer angewiesen, die Daten mit den Schlag-Nummern und Lieferantendaten zu verknüpfen.

Außerdem werden Proben der Ernte für die laboranalyse genommen.


Die Ernte wird beim Silo abgeladen, bevor es zurück zur Waage und wieder aufs Feld geht.


Silomanagement vom Vielfraß aus gesehen.

Nach einem Tag und einer langen Nacht beginnt der 2. Erntetag und immer noch "brummt" es auf der Biogasanlage der Bioenergie Wollbrandshausen-Krebeck e.G.


Auch nach einer schlaflosen Nacht bzw. 30 Stunden später ....


... haben Vorstand Karl Heine und seine EDV noch alle Daten fest im Griff.


Auch der Mähdrescher und ...


... das Silomanagement haben "durchgemacht".

Um die Mittagszeit war es dann endlich soweit: Die Ernte war vollständig eingebracht und das Silo mit der Ganzpflanzensilage (GPS) konnte abgeplant werden. Das verlangte allen noch einmal alles ab, denn es war windig. Einerseits war das gut, da die Folien und Planen sich von selbst entfalten, sofern der Wind in die richtige Richtung bläst. Andererseits erforderte es teilweise viel kraft, die Planen zu halten.


Ungebremste "Männer-Power" beim Abplanen der GPS-Silage.


Die Plane muss umgedreht werden, denn die weiße Seite soll nach oben.... 

... hoppla, wo sind denn alle geblieben (?) ...


... ah, gut! Alle Helfer sind noch da, oder (?) doch (!!) - und die Plane ist auch wieder unter Kontrolle!

Hierzu einmal ein von mir vermutlich ungewohnt ernst gemeinter Hinweis: 
Auch, wenn das Abplanen der Silage bei Wind teilweise recht lustig anmutete und bei den Arbeiten auch gelacht wurde - der Aufenthalt auf einem Betriebsgelände (zumal bei Ernte-Arbeiten) ist für Mitarbeiter, rasende Reporterinnen und Besucher nie ganz frei von Gefahren. Als gelernter Industriemineraloge weiß ich das. Dass alle trotz der anstrengenden Arbeit über einen und einen halben Tag umsichtig agiert und auch auf die anderen neben ihnen geachtet haben, war die beste Versicherung vor Unfällen.


So wird die Ernte Segment für Segment gut abgedeckt und eingepackt.


Karl Heine furchtlos Auge in Auge mit den Urgewalten der Natur 
in Form einer windgeblähten, sich entfaltenden Plane.


Zwischendurch liefert ein Landwirt seine Gülle bei der Güllevorgrube ab, dann ist es endlich so weit:


Die grünen Deckplanen werden ausgerollt. 
Die GPS-Ernte dieses Jahres ist sozusagen "in trockenen Tüchern"! 
Jetzt gibts bald die wohlverdiente Pause.

Wer weitere Bilder von der GPS-Ernte sehen möchte und stolzer Besitzer eines Passwortes ist, kann mal unter Landwirttschaft/Rubrik Ente-Infos nachsehen.

Es grüßt Euch Eure rasende Reporterin

awiso
21.06.2011