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Mein Tomatenexperiment 2011

Die Tomatenpflanzen wachsen immer noch, aber sie blühen bereits.

Die letzten Wochen meines Tomatenexperimentes sind mit sorgsamem Gießen und Anbinden sowie gewissenhaftem Ausgeizen der kleinen Blattachseltriebe auf beiden Seiten vergangen. Auch die fehlenden Stangen habe ich inzwischen nachgerüstet.

Samstag, der 4. Juni 2011


Anfang Juni waren die ersten geöffneten gelben Blüten zu sehen. 
In jedem Topf stecken jetzt 6 Stangen zum Fixieren der Pflanzen.
Dazwischen steht der Pflücksalat, von dem wir dieses Jahr schon mindestens 
5 Familienportionen gepflückt haben - und er wächst immer wieder voll hoch 
(hat dieses Jahr auch Gärreste abbekommen - habt Ihr Euch schon gedacht? - hm ...).

Dienstag, der 14. Juni 2011

Meine Tomatenpflanzen danken mir diese Fürsorge mit kräftigem Wuchs - auch von ganz unten! Die regelmäßige Kontrolle der Hauptstengel bringt doch immer wieder zu Tage, dass sich Blattachseltriebe klammheimlich von ganz unten nach oben schummeln wollen. Heute habe ich auch wieder vier entdeckt und gnadenlos abgezwickt (zwei auf jeder Seite). Früher habe ich sie ja schon mal gewähren lassen, aber wenn ich einen einigermaßen realistischen Vergleich haben will, muss es in meinen Tomatentöpfen gerecht zugehen. Also: Wehe den Blattachseltrieben, die ich erwische - ab und weg damit!!


Mitte Juni ist die Blüte der Kirschtomaten in vollem Gange, ebenso, wie das weitere Wachstum. 
Ach ja, für diejenigen, die Folge 1 noch nicht gelesen haben: 
Links sind die Kirschtomaten mit Pferdeäpfeln und rechts mit Gärresten gedüngt. 
Der gärrestegedüngte Pflücksalat in der Mitte ernährt uns immer noch mit üppigen grünen Blättern.

Wie man sehen kann, hat sich der anfangs deutlich geringere Wachstumsfortschritt der Tomaten mit Pferdeäpfeln als Kraftnahrumg dem anfangs rasanten Wachstum der mit Gärresten gedüngten Tomaten etwas mehr angeglichen. Der Größenunterschied ist geringer geworden, aber noch erkennbar.

In beiden Töpfen haben Kirschtomaten mit kleinen gelben Blüten besetzte Blütentriebe angesetzt. Beim Pferdeäpfeltopf habe ich 14 und beim Gärrestetopf 15 gezählt.


Aus der Nähe kann man die Blüten besser erkennen. 
Die Pflanzen im Gärrestetopf auf der rechten Seite haben noch immer ein wenig "die Nase forne".

Gestern hat mir ein Freund erzählt, dass es bei Jugend Forscht oder so schon einen Versuch gegeben habe soll, bei dem Tomaten in 2 schalldichten Räumen gezogen wurden. In einem der beiden schallisolierten Zimmer wurde den Pflanzen ein paar Mal am Tag klassische Musik vorgespielt. Das Wachstum dieser Pflanzen soll deutlich stärker gewesen sein.

Nun, die Musikbeschallung ist bei meinen Tomaten auf beiden Seiten gleich. Vogelgezwitscher, Hühnergegacker, Hummelgebrumm, laute Jugendlichenmusik, Tellergeklapper und Erwachsenengeplapper, abends leise Fernseh- bzw. Schnarchgeräusche, vielleicht das leise Trippeln einer Maus und ab und zu der Rasenmäher.

Auch mein Mann bleibt bei seinem abendlichen Rundgang durch den Garten vor dem Tomatenzelt stehen und zollt dem Wachstum der Pflanzen auf beiden Seiten gleichermaßen Beachtung - oder hat er etwa schon Tomatenhunger und überlegt, wo er wohl zuerst welche pflücken kann? Na ja, da muss er sich noch gedulden.

Ach ja, in Zeiten von Ehec möchte ich darauf hinweisen, dass das Biogas-Gärsubstrat zwischen dem Hauptfermenter und dem Nachgärer unserer Anlage durch den sog. "Güllekocher" (geschützter Produktname der Firma Agrikomp) gepumpt und dort auf über70 °C erhitzt wird. Dies dient neben einem verbessertem Aufschluss der Rohstoffe der Hygienisierung des Substrates von schädlichen Keimen.

Wie die Früchte wohl werden? ich habe ja genug begeisterte Tomatenesser in meinem Haushalt. Vielleicht werde ich es machen, wie bei "Galileo" im Fernsehen und allen Probierhäppchen vorsetzen, ohne dass sie wissen, aus welchem Topf sie stammen? Mal sehen.

Bis dahin erst mal Geduld und auf jeden Fall schöne Sommertage wünscht Euch Eure
rasende Reporterin.

awiso 14.06.2011