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Wie gehts weiter auf den Dörfern im Eichsfeld, Solling, Harz, Leinetal? Im Adolf-L.-Heine Bürgerhaus in Krebeck kamen 120 engagierte und interessierte Mitbürger der Einladung des Regionalverbandes Südniedersachsen nach. Thema war die Gestaltung der Zukunft auf den Dörfern in den Landkreisen Northeim, Osterode am Harz und Göttingen.

Überall im Land sterben die altbekannten Tante-Emma-Läden aus ebenso wie Gaststätten, Metzgereien, Bäckereien oder andere Geschäfte des täglichen Bedarfs. Damit geht immer ein Stück Dorfleben verloren aber auch Arbeitsplätze und Einnahmen für die Gemeinden. Immer wieder fragen sich Kommunalpolitiker, was sie tun können, um dieser Entwicklung entgegenzuwirken. Und immer wieder entstehen Initiativen von Dorfbewohnern, um ein Geschäft oder eine Einrichtung zu erhalten oder ins Leben zu rufen.

In Krebeck kamen Menschen zusammen aus allen möglichen Bereichen der Gestaltung des Dorflebens: Bio-Ladner, Kommunalpolitiker, Vertreter von Landwirtschaftskammer, Industrie- & Handelskammer sowie verschiedener Vereine. Mit dabei war auch ein Vertreter der Bioenergie Wollbrandshausen-Krebeck eG.

In der gemeinsam erarbeiteten und von den Teilnehmern verabschiedeten "Krebecker Erklärung" wird zum Ausdruck gebracht, was ein Dorf braucht, um erfolgreich gegen den Trend sein zu können:

Den Anfang macht der Leidensdruck der entsteht, wenn z.B. ein Dorf-Café vermisst wird oder ein Laden zu verschwinden droht. Ein Gruppe von engagierten Dorfbewohnern muss dann - unterstützt von Verwaltung und Verbänden - die Initiative ergreifen und all die Dinge erarbeiten die notwendig sind, um eine Idee zu verwirklichen. Dann ist die Reihe an der Dorfgemeinschaft. Es muss klar sein, dass ein ausreichender Teil der Bewohner dieses Angebot (Laden, Café o.ä.) annehmen wird.

Dann kann es gelingen und es gibt viele erfolgreiche Beispiele die aber auch allesamt eines gemeinsam haben: Es sind ganz spezielle Projekte die sich nicht eins zu eins auf ein anderes Dorf übertragen lassen. Darum sind die Erfahrungen aus anderen Ortschaften sehr wichtig, aber entscheidend ist die Kreativität, genau für dieses Dorf und dieses Projekt das Richtige zu finden.

Ein Beispiel für ein erfolgreiches Projekt ist die Bioenergie Wollbrandhausen-Krebeck eG: Hier wurden in langjähriger engagierter Vorarbeit die Voraussetzungen geschaffen für das Angebot an Nahwärme, das dann von beeindruckenden 260 Haushalten angenommen wurde. Und nun steht der Start unmittelbar bevor!

So erhalten wir uns ein attraktives Dorfleben!